Auch wenn diese Website noch recht jung ist, blogge ich schon lange, mit mal kürzeren, mal längeren Unterbrechungen. Irgendwann kam ich bisher immer an den Punkt, an dem die Geschichte von mir und meinem Blog zu Ende ging. Mal lag es an persönlichen Umständen, die zu viel Zeit und Energie verschlangen, um mich noch dem Schreiben widmen zu können, mal hatte ich von meiner eigenen Website entfremdet oder ich war schlichtweg gesättigt von einem Thema und wollte damit abschließen, wozu für mich dann auch das Einstampfen der Website gehörte. Beim Vorgänger „Tinte und Tastatur“ war es das Leben außerhalb des Internets, das mir dazwischen funkte. Ich hätte das Projekt auch brach liegen lassen können, bis ich mich ihm wieder widmen kann, aber ich musste den Kopf frei bekommen, dazu brauchte es für mich die Löschung. Bereut habe ich das übrigens nicht. Zu dieser Zeit war es der richtige Schritt, ebenso wie jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, um wieder neu zu starten, und zwar mit einer Mischung aus Vertrautem und einem neuen Konzept.

Was bleibt ist eine Rubrik, in der ich selbstgeschriebene Texte veröffentliche, überwiegend kurze Geschichten. Neu ist der Blog, in dem ich mich dem großen Thema „Geschichtenerzählen“ aus verschiedenen Blickwinkeln widmen werde. Ich habe lange überlegt, wie ich verschiedene Interessen so unter einen Hut bekomme, dass es dennoch stimmig bleibt und nicht wie ein Sammelsurium der Beliebigkeit ohne roten Faden wirkt. Nach einigem Grübeln kam ich auf das verbindende Element zwischen al den Dingen, über die ich gerne schreiben möchte: Es geht um Geschichten. Egal, ob ich Bücher und Comics lese, Filme und Serien schaue, ein Spiel spiele oder über das Leben nachdenke, auf die eine oder andere Art steckt immer eine Geschichte darin, mal ganz offensichtlich, da sie das zentrale Thema ist, mal unter der Oberfläche verborgen.

Ich werde über Geschichten schreiben, die mir etwas bedeuten, mich faszinieren, berühren oder auf andere Weise mein Interesse wecken, aber auch über jene, die sich nur in einem selbst abspielen. Jeder von uns hat Geschichten im Kopf, auch wenn er sie oft nicht als solche wahrnimmt. Wenn man sich zum Beispiel ausmalt, was dieser komische Nachbar wohl über einen denkt und warum der so unfreundlich zu uns ist, dann erzählt man sich letztendlich eine Geschichte über dessen Gedanken und Motivationen, die nicht zwangsläufig etwas mit der Realität zu tun haben muss. Auch unser Selbstbild ist letztendlich eine Geschichte, bestehend aus realen Gegebenheiten, Interpretationen und Entscheidungen, die bestimmten, wie sie weitergeht.

Entsprechend vielfältig soll auch das „Geschichtengewebe“ sein, das ich auf dieser Website zusammenspinne. Was ich allerdings nicht tun werde: Ich schreibe keine Rezensionen im klassischen Sinn. Wenn ich mich etwa mit einem Buch befasse, das mich begeistert hat, so soll es dabei um meine Gedanken und Gefühle beim Lesen gehen und darum, was es für mich ganz persönlich bedeutet, ohne Textanalyse und ohne Bewertung. Buchbloggerin war ich schon einmal, vor langer, langer Zeit, und es hat seine Gründe, dass ich das nicht mehr bin. Ich sehe mich nicht gerne in der Position der Kritikerin, die überlasse ich anderen, die sich dazu berufen fühlen und Freude daran haben. Ich will eigene Geschichten erzählen und über die anderer schreiben, aber ganz frei und auf meine Art. Und ich lade Dich herzlich dazu ein, mir dabei zu folgen und Deine Gedanken mit mir zu teilen :-).